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Drohnen-Recht: Neuerungen 2017 unter der Lupe [mit Videos]

 

Viele Drohnen-Besitzer sind aktuell irritiert und vielleicht auch etwas nervös, denn es kommen neue Regelungen zum Drohnen-Flug sozusagen auf den Markt. Am 07.04.2017 ist die neue Drohnenverordnung  in Kraft getreten. Für die meisten Regelungen gibt es keine Übergangsfristen, mit Ausnahme der Drohnenkennzeichnung, so wie der Pflicht zum Kenntnisnachweis. Für diese beiden Anforderungen, die der Gesetzgeber nun stellt, gibt es eine Übergangsfrist bis zum 01.10.2017.

Hier kannst Du den Flyer des Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur aufrufen, in dem über die wichtigsten Regeln und Änderungen informiert wird.

Kurzüberblick der wichtigsten Regeln nach Größe und Gewicht

Drohnen ab 0,25 kg

Bringt Dein Copter ein Gewicht von mehr als 250 Gramm auf die Waage, dann solltest Du Dich um ein Kennzeichen für Deine Drohne bemühen. Das Kennzeichen sollte mit Namen und Anschrift des Piloten versehen werden, achte bitte darauf, der Gesetzgeber verlangt eine feuerfeste Beschriftung. Im Gegensatz zu mehreren Aussagen, die wir auf anderen Portalen, Blogs und Foren gefunden haben, raten wir Dir nicht abzuwarten, sondern zeitnah ein Drohnenkennzeichen zu bestellen. Erfahrungsgemäß haben die Spätzünder nämlich das Nachsehen, falls es zu Lieferverzögerungen kommen sollte.

Drohnen ab 2,0 kg

Neben der Drohnenplakette benötigt der Pilot einen Flugkundenachweis. Dieser muss von einer anerkannten Stelle des Luftfahrt-Bundesamts vergeben. Natürlich gibt es auch eine Ausnahme von jeder Regel. Das Fliegen auf Modellflugplätzen ist ohne Kenntnisnachweis möglich.

Drohnen ab 5,0 kg

Zusätzlich zu den bereits gestellten Anforderungen wird eine Aufstiegsgenehmigung erforderlich. Die jeweiligen Landesluftfahrtbehörden der Bundesländer erteilen diese Aufstiegsgenehmigung.

Drohnen ab 25,0 kg

Betriebsverbot

Hinweis: Diese Zusammenstellung ist ohne Gewähr. Maßgebend ist die Verordnung selbst, die Du hier abrufen kannst. Unsere Zusammenstellung ist eine Auswahl aus der vom BMVI veröffentlichten Zusammenfassung, die Du hier findest.

 

Drohnen regeln der Drohnenverordnung 2017 nach Masse - Drohnenkennzeichen, Kenntnisnachweis und Aufstiegsgenehmigung

Wo bekomme ich eine Drohnen-Plakette?

Da wir Netz ganz unterschiedliche Aussagen und Empfehlungen zur Drohnenplakette gefunden haben, sind wir an die Quelle gegangen und haben dort recherchiert. Folgendes Zitat des BMVI möchten wir Euch daher nicht vorenthalten, verlinkt haben wir unsere Empfehlung zur Drohnenkennzeichnung.

„Plaketten, welche die erforderlichen Eigenschaften besitzen, sind in jedem Fachgeschäft für Beschriftungen erhältlich. Die Kennzeichnung kann neben dem Aufbringen von Plaketten z. B. auch durch einen Aluminium-Aufkleber mit Adressgravur erfolgen, die in Schreibwarengeschäften erhältlich sind. Die Plaketten können auch im Internet erworben werden. Wichtig ist, dass die Kennzeichnung dauerhaft und feuerfest beschriftet und fest mit dem Gerät verbunden ist.“

Quelle: Die neue Drohnen-Verordnung FAQ – hier PDF-Datei des BMVI ansehen

Verlauf der letzten Monate rund um die Drohnen Verordnung 2017

An dieser Stelle möchten wir nicht selbst detailliert auf die rechtlichen Auswirkungen der Drohnenverordnung eingehen, da wir selbst keine Rechtsberatung übernehmen, sondern einen waschechten Anwalt sprechen lassen.

Christian Solmecke ist Rechtsanwalt und beschäftigt sich überwiegend mit dem Bereich Medien. Da er selbst als Privatperson eine Drohne besitzt, interessiert ihn das Thema und er erläutert natürlich auch die aktuellen Veränderungen in Bezug auf die Rechtslage zum Drohnenflug.

Video vom 10.12.2016 – Die Welt war noch in Ordnung

Video vom 07.02.2017 – Was auf uns zukommt!

Video vom 07.04.2017 – Der aktuelle Stand


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